News Ticker

Geocaching Wochenende in den Tiroler/Südtiroler Alpen

Ein guter Freund rief und wir folgten zu seinem runden Geburtstag in den Dolomiten. Da der Weg dorthin von Wien aus weit ist, haben Ladybird68 und ich noch einen Zwischenstopp in Matrei am Brenner eingelegt, auf der Hin- und Rückreise. Natürlich kam auch das Geocaching an jenem Wochenende im März 2015 nicht zu kurz und wir haben einige tolle Caches gefunden, die sich auch Favoritenpunkte verdient haben. Da so langsam der Schnee in den Hochlagen zurückweicht, waren auch einige Erstfunde im Jahr 2015 dabei. Die interessantesten Caches, die wir gefunden haben, möchte ich kurz vorstellen.

Der erste sehenswerte Cache war die Mühle in Oberellbögen mit einer kleinen ca 20 minütigen Wanderung vom Parkplatz zum Geocache, dieser wurde von uns als erste in 2015 gefunden. Die Hinterlocher Mühle befindet sich in Innerellbögen Richtung Arztal. Auf dem Kammrad ist die Jahreszahl 1738 eingeschnitten, die wahrscheinlich auf die Erneuerung dieses Getriebeteiles hinweist. Da die Mühle bis 1951 in Betrieb und das Kammrad bis zu diesem Zeitpunkt noch funktionsfähig war, kann das Alter der Mühle vielleicht noch um diesen Zeitraum (ca. 200 Jahre) höher angesetzt werden. Hinweise in entsprechenden Urkunden (Grundbuch, Höfeverzeichnis) konnten nicht gefunden werden. Die Mühle gehört zu 11 Höfen (Schneider, Truieler, Fuchs, Adamer, Kastner, Schrötner, Lener, Hinterlarcher, Singer, Käfer und Walzer), deren Besitzer in regelmäßigen Abständen einen „Mühlherrn“ aus ihrer Mitte wählen, der dafür zu sorgen hat, daß der Mahlbetrieb in geregelten Bahnen verläuft und die Mühle funktionsfähig bleibt.

Von Mai bis September ist die Mühle jeden Freitag von 14 bis 18 Uhr zu Schaumahlungen geöffnet.
Mehr Informationen gibt es auch unter www.ellboegen.info/hinterloch

Auf dem 2000 Meter hoch gelegenen Würzjoch gibt es einen interessanten Earthcache, den man sich unbedingt ansehen sollte, wenn man in der Gegend ist. Bei uns lag leider zuviel Schnee um die Gesteinsformationen zu erkennen, da wir aber nicht das erste Mal hier oben waren, hatten wir diese schon unbewusst gesehen und die Aufgaben konnten wir auch so lösen.

Geologie im Bereich des Peitlerkofels (Sass de Putia) – Dolomiten 

Das Peitlerkofel-Massiv gehört zum UNESCO Weltnaturerbe und weist Vorkommnisse aller typischen Gesteinsschichten der Dolomiten auf. Die Moibach-Schlucht gibt Einblick in die Geologie der Vor-Dolomiten-Zeit. Ihre geologische Formation mit den darüber liegenden Schichtfolgen unter dem aufragenden Riffgebirge des Peitlers ist wie ein aufgeschlagenes Buch der Erdgeschichte. Daraus kann man die Entstehung der Dolomiten vor vielen Millionen Jahren im Urmeer Tethys und die späteren Einflüsse der Gletscher und der Witterung ablesen.

Der Peitlerkofel liegt gleich NE des durch eine Störung begrenzten großen Bozener Vulkandistriktes, der im frühen Perm einen gewaltigen Vulkanismus erfahren hat. Die Erosion der vom Vulkanismus gebildeten Erhebungen hat zur Ablagerung des so genannten Grödner Sandsteins geführt, der südlich des Würzjochs schön aufgeschlossen ist und hier direkt auf dem variszischen Untergrund aufliegt. Über dem Grödner Sandstein liegt die Bellerophon-Formation.
Die Mächtigkeit des Grödner Sandsteins beträgt ca. 225m, die der überlagernden Bellerophon-Formation weitere 100m. Letztere wird dann durch eine ca. 40m mächtige, eingeschobene Zunge aus Grödner Sandstein unterbrochen um sich noch weitere 80 m fort zu setzen. Die Sequenzen im Grödner Sandstein werden durch Serien gebildet, die von grob zu fein wechseln. Im obersten Bereich der Bellerophon-Schichten treten dann vereinzelte Horizonte von in Lagunen entstandenem Dolomit auf. Der Grödner Sandstein wird von der Bellerophon-Formation überlagert. Aus den oberen Schichten der Formation ist ein Ansteigen des Meeresspiegels abzuleiten, da es hier zu Ablagerungen von dunkelgrauen Kalken und Mergeln gekommen ist, die auch eine ganz andere fossile Mollusken-Fauna gespeichert haben.

Zusammenfassend kann also festgestellt werden, dass die durch Erosion abgetragenen Vulkangesteine aus dem Bozener Vulkandistrikt durch Flüsse in den Schelfbereich der Tethys transportiert worden sind und dort riesige Schwemmfächer gebildet haben. Mehrfache Meeres-Spiegel-Schwankungen haben zu unterschiedlichen Ablagerungssequenzen geführt. Durch eine sukzessive andauernde tektonische Absenkung des Schelfbereiches der Tethys haben sich dann die Sedimentations – Verhältnisse hin zu Ablagerungen von Kalken und Kalkmergeln mit der Bildung von Riffen und Lagunen verändert. Davon zeugen die Bellerophon-Schichten.

Geocachekarte unserer gefunden Geocaches an diesem Wochenende


Hier Klicken für große Karte

Im Rahmen eines schönen Multis in St. Lorenzen „The Village“ haben wir auch die Holzbrügge besucht. Die Cachekonstruktion war genial gemacht und auch wir sind zunächst darauf reingefallen.

Der Cache befindet sich an einer schönen überdachten Holzbrücke bei St. Lorenzen. Da der Ort des Versteckes ziemlich muggelausgesetzt ist, empfehle ich die Suche bei Dunkelheit, oder mit äußerster Vorsicht vor neugierigen Blicken. Bitte geht sorgfältig mit dem Cache um, und versteckt ihn bitte ganz genau wieder so, wie ihr ihn gefunden habt. Und nun – viel Spaß! (Owner wendenzo)

Auf der Heimfahrt nach Wien haben wir u.a. die Rohrbrücke besucht, der Cache selbst ist nichts besonderes, die Brücke jedoch schon und man sollte keine Schwindelgefühle haben, denn die Brücke liegt ca 60 Meter über der Sill. Direkt an der Brennerbundesstraße gelegen, sollte man sich diese kurze Pause gönnen.

Einen letzten Cache möchte ich vorstellen an der Inntalautobahn A12, Ausfahrt Achensee/Zillertal. Ich denke hier benötigt es keine Verbesserung, den diese Konstrauktion ist genial ausgeführt, unbedingt vorbeischauen, wenn man auf der Duchreise ist.

Hier kommt ein 0815 Freundschaftscache,

er wurde hier mal provisorisch von Familie High5Tirol und Team BergsexXx gelegt, keine Angst eine Verbesserung ist geplant. (die Owner)


Die Tour in Bildern

Zum Abschluss noch einige Bilder von unseren gefundenen Geocaches in dieser wunderschönen Gegend.

1 Trackbacks & Pingbacks

  1. Vergangenes Wochenende war ich mal wieder in den Tiroler Alpen unterwegs und habe auch ein paar schöne Geocaches gefunden | Weatherman68

Kommentare sind deaktiviert.

Translate »
UA-60859832-1